HBK
stärkt datengestützte Risikotransparenz in der Lieferkette

Durch IntegrityNext erhält HBK fundierte Einblicke in Nachhaltigkeitsrisiken seiner Lieferanten – von Tier 1 bis Tier N – und schafft so die Grundlage für ein vorausschauendes Risikomanagement.

 

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Branche Prüf- und Messtechnick


Hauptgeschäftsbereiche Sensorik, Datenerfassung und -analyse, Prüf- und Kalibriertechnik, Modellierungssoftware


Jahresumsatz 596 Millionen Euro (2024)


Belegschaft Über 3.500 (2024)


Unternehmenssitz Darmstadt, Deutschland


Gesamtzahl der Lieferanten Ca. 5.000 Tier-1-Lieferanten

>3.200

Lieferanten auf Nachhaltigkeitsrisiken geprüft und kontinuierlich überwacht

87%

des Beschaffungsvolumens durch Nachhaltigkeitsbewertungen abgedeckt

Mit IntegrityNext konnten wir unsere Due-Diligence-Prozesse automatisieren und den Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken entlang der gesamten Lieferkette zu einem strategischen Steuerungsinstrument weiterentwickeln.

Tobias Kirchner
Global Supply Chain Sustainability & Compliance Manager, Hottinger Brüel & Kjær GmbH

Wie HBK unsere Plattform nutzt

  • Zentrale Anwendungsbereiche
    • Due Diligence in der Lieferkette

    • Supply Chain Visibility-Lösung zur Steigerung der Tier-N-Transparenz

    • Versand des Supplier Code of Conduct

  • Gesamtzahl geprüfter Lieferanten Über 3.200 Tier-1-Lieferanten
  • Lieferanten mit angeforderten Selbstauskünften Über 3.200 Tier-1-Lieferanten

Von uns unterstützte Unternehmensziele

Steigerung der Transparenz in der Lieferkette

Gewinnung detaillierter Einblicke in Nachhaltigkeitspraktiken direkter Lieferanten sowie in Material- und Produktrisiken auf vorgelagerten Stufen – als Grundlage für proaktives Risikomanagement und Compliance.

Aufbau eines systematischen Risikomanagements

Abdeckung von 80% des jährlichen Beschaffungsvolumens durch ESG-Lieferantenbewertungen.

Optimierung des Lieferanten-Onboardings

Automatisierte, digitalisierte Analyse der Nachhaltigkeitsperformance der Lieferanten und feste Verankerung im Beschaffungsprozess.

Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette

Erreichen von Net Zero bis 2040 und absolute Reduzierung der Scope-3-Emissionen um 42% bis 2030. Eingekaufte Produkte und Dienstleistungen (Scope 3.1) machen den Großteil des gesamten CO2-Fußabdrucks aus.

Förderung der ESG-Kompetenz bei Lieferanten

Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsverständnisses und Etablierung einheitlicher Standards.

Unternehmenskontext

Die Hottinger Brüel & Kjær GmbH (HBK) ist auf die Entwicklung und Produktion von Sensorik, Datenerfassungssystemen und Softwarelösungen für die präzise Messung und Analyse physikalischer Größen spezialisiert. Die Lösungen kommen insbesondere in der Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie der Energiebranche zum Einsatz.
 
Das komplexe Lieferantennetzwerk des Unternehmens umfasst rund 5.000 Tier-1-Geschäftspartner und ist global aufgestellt – mit Schwerpunkten in Europa, Asien und Nordamerika. Angesichts der großen und weit verzweigten Lieferantenbasis machte HBK die Steigerung der Lieferkettentransparenz zu einer strategischen Priorität. Ziel war es, die Geschäftspraktiken der Lieferanten genauer zu beleuchten, kritische Risiken zu identifizieren und Nachhaltigkeit stärker in der Beschaffung zu verankern.
 
In der Vergangenheit stützte sich das Unternehmen bei der Bewertung von Lieferantenrisiken vor allem auf manuelle Prozesse und Excel-Listen. Mit zunehmender Komplexität stieß dieser Ansatz jedoch schnell an seine Grenzen. Eine wichtige Rolle spielten auch Kundenerwartungen, gerade im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen. Das Unternehmen unterliegt in Deutschland zwar nicht direkt dem Lieferkettengesetz (LkSG), doch viele Kunden erwarten, dass auch HBK die Vorgaben umsetzt.
 
Um diese Herausforderungen zu meistern, machte sich das Unternehmen auf die Suche nach einer leistungsfähigen, global einsetzbaren Softwarelösung, die folgende Voraussetzungen erfüllen sollte:
 
  • Weitgehend automatisierte, digitale Prozesse für effizienten Ressourceneinsatz
  • Kontinuierliche und systematische Erfassung von Nachhaltigkeits- und Risikodaten in der Lieferkette
  • Intuitive, benutzerfreundliche Lieferantenbewertungen – insbesondere für kleine und mittelständische Geschäftspartner
  • Skalierbarkeit hinsichtlich Nachhaltigkeitsthemen, Anzahl bewerteter Lieferanten und interner Datennutzer
  • Einfache SAP-Integration für optimale interne Datenzugänglichkeit
  • Umfassender Einblicke in Lieferkettenrisiken – auch jenseits von Tier 1

Mit IntegrityNext setzt HBK auf eine Lösung, die all diese Anforderungen erfüllt und die Basis für ein zukunftsfähiges, datenbasiertes Risikomanagement legt.

Früher erforderten unsere Lieferantenbewertungen viele manuelle Abstimmungen und Prozessschritte. Heute läuft alles digitalisiert über die IntegrityNext-Plattform – das spart Ressourcen, reduziert Fehler und schafft Zeit für strategisch wichtige Aufgaben wie die Weiterentwicklung unserer Lieferanten.

Projektbeschreibung

Umsetzung

Lieferanten-Onboarding und Bewertung
 
Im Rahmen des Supplier-Onboardings nutzt HBK den Supply Chain Due Diligence-Prozess von IntegrityNext. Dieser umfasst im ersten Schritt die automatisierte Analyse von Länder- und Branchenrisiken. Alle Lieferanten müssen zudem den Supplier Code of Conduct über die IntegrityNext-Plattform unterzeichnen und die für das LkSG zentralen Fragebögen ausfüllen. Je nach Produktkategorie werden weitere Nachhaltigkeitsthemen abgefragt – beispielsweise der Umgang mit Konfliktmineralien. Größere Geschäftspartner müssen zusätzlich detaillierte Informationen zu ihrem CO2-Fußabdruck bereitstellen.
 
Auf dieser Basis wurde bereits ein Mapping der Beschaffungsausgaben im Verhältnis zu den Umsätzen der jeweiligen Lieferanten durchgeführt. Dadurch kann HBK kritische Geschäftspartner und Themenbereiche gezielt priorisieren und entsprechende Maßnahmen ableiten.
 
Im Gegensatz zu den von HBK zuvor genutzten statischen Excel-Listen zur Lieferantenbewertung, für die zahlreiche interne Akteure Ressourcen aufwenden mussten, ermöglicht die IntegrityNext-Plattform eine zentralisierte, automatisierte und kontinuierliche Überwachung der Lieferantenleistungen.
 
Supply Chain Visibility und Risikoanalyse
 
Darüber hinaus nutzt HBK die Supply Chain Visibility-Lösung von IntegrityNext für zwei zentrale Zwecke:
 
  1. Um tiefere Einblicke in vorgelagerte Lieferanten zu gewinnen – über Tier 1 hinaus.
  2. Um kritische Produkte und Materialien auf tiefergelegenen Lieferkettenstufen zu identifizieren.

So können versteckte Risiken sichtbar gemacht werden – etwa im Hinblick auf die Verwendung von Konfliktmineralien oder Komponenten, die unter Regulierungen wie die EUDR oder CBAM fallen. Dies erlaubt eine präzisere Risikosteuerung sowie einen strategischeren Umgang mit direkten Lieferanten hinsichtlich vorgelagerter Risiken.

Mit dieser Zielsetzung hat HBK Lieferketten für verschiedene Produkthauptgruppen abgebildet und dadurch vertiefte Einblicke in vorgelagerte Stufen erhalten. Die gewonnenen Erkenntnisse nutzt das Unternehmen, um:
 
  • Risiken umfassender zu identifizieren und gezielter zu steuern, zum Beispiel durch Vorgaben für direkte Lieferanten hinsichtlich der Nutzung vorgelagerter Produktkomponenten,
  • besonders kritische Produkte zu erkennen – etwa zur Durchführung weiterführender Audits bei Lieferanten hinsichtlich ihres Umgangs mit Risiken bei eigenen Sublieferanten,
  • bekannte vorgelagerte Lieferanten zu validieren und die Lieferkette noch genauer abzubilden,
  • alternative Lieferanten zu identifizieren – sei es bei Lieferengpässen oder der Beschaffung von Spezialkomponenten.

Auf diese Weise stärkt HBK die Fähigkeit, Risiken entlang der Lieferkette frühzeitig zu erkennen und gemeinsam mit direkten Lieferanten wirksam gegenzusteuern – für mehr Resilienz und vorausschauendes Handeln.

Hauptakteure

Die HBK GmbH in Darmstadt verantwortet die Themen Nachhaltigkeit und Compliance für alle operativen Tochtergesellschaften. Der globale Einkauf trägt dabei die Hauptverantwortung für Nachhaltigkeitsfragen in der Lieferkette. Als Querschnittsthema erfordert dies eine enge Abstimmung mit den Bereichen Qualitätsmanagement, Recht, IT und Cyber Security.   
 
Die Position des Global Supply Chain Sustainability & Compliance Managers ist im Einkauf angesiedelt und steht in kontinuierlichem Austausch mit den genannten Fachabteilungen. So wird sichergestellt, dass Nachhaltigkeits- und Compliance-Anforderungen über alle relevanten Funktionen hinweg koordiniert und wirkungsvoll umgesetzt werden.    
 
Insgesamt nutzen 16 Personen aktiv die IntegrityNext-Plattform – primär im Einkauf, aber auch in den Bereichen Sustainability & Compliance sowie in der IT-Abteilung. Die Verknüpfung des internen ERP-Systems mit der IntegrityNext-Plattform mittels Extended API ist bereits in Planung und wird den Nutzerkreis der IntegrityNext-Daten deutlich erweitern.

 

Zentrale Ergebnisse

Einblicke in die Tier-1-Lieferantenbasis

HBK konnte sein Ziel, 80% des Beschaffungsvolumens durch ESG-Bewertungen von IntegrityNext abzudecken, nicht nur schneller als geplant erreichen, sondern mit 87% sogar übertreffen. So erhält das Unternehmen umfassende Erkenntnisse über die Leistung seiner Tier-1-Geschäftspartner und eine stärkere Datenbasis für strategische Entscheidungen im Einkauf.

Transparenz in der Tier-N-Lieferkette

Mit der Supply Chain Visibility-Lösung verankert HBK neu gewonnene Einblicke in vorgelagerte Lieferkettenstufen fest im Due-Diligence-Prozess. So werden kritische Material- und Produktrisiken – etwa im Hinblick auf Konfliktmineralien oder Regulierungen wie EUDR und CBAM – frühzeitig sichtbar und können gemeinsam mit Tier-1-Lieferanten gezielter gesteuert werden.

Automatisierung des Lieferanten-Onboardings

Mit der IntegrityNext-Plattform hat HBK seinen Due-Diligence-Prozess von statischen, dezentralen und manuellen Lieferantenbewertungen per Excel auf einen digitalen, konsolidierten und automatisierten Prozess umgestellt. Die Daten stehen nun zentral zur Verfügung – transparent, effizient und ressourcenschonend.

Stärkere interne Vernetzung

Abteilungen wie IT Security, Product Compliance, Sustainability und Einkauf arbeiten enger zusammen und profitieren von den zentral durchgeführten und zugänglichen Lieferantenbewertungen. Dies schafft die Grundlage für die verbesserte Einhaltung interner Standards und die Erfüllung von Kundenerwartungen.

Mit der Supply Chain Visibility-Lösung von IntegrityNext erhalten wir erstmals systematische Einblicke in kritische Risiken jenseits unserer Tier-1-Lieferanten. Dadurch können wir relevante Herausforderungen noch gezielter angehen und die Resilienz unserer Lieferkette nachhaltig stärken.

Ausblick

HBK hat im Bereich des nachhaltigen Lieferkettenmanagements noch viel vor und klare Schwerpunkte gesetzt:

Integration in IT-Systeme

Umstellung auf SAP S4/HANA und Anbindung der IntegrityNext-Plattform über eine Extended API. Ziel ist die direkte Einspeisung der Nachhaltigkeitsdaten und -analysen in das ERP-System – für eine breitere, unternehmensweite Nutzung.

Verstärkte Lieferanten-Präqualifizierung

Nach der IT-Integration soll die IntegrityNext-Plattform zunehmend zur automatisierten Präqualifizierung eingesetzt werden – als verbindlicher Prüfprozess für alle vorgelagerten Geschäftspartner. Gleichzeitig wird die Lösung noch intensiver in das Onboarding integriert.

Fokusthemen Nachhaltigkeit

Zentrale Themen der kommenden Jahre sind die Umsetzung regulatorischer Anforderungen wie EUDR und CSRD sowie die vollständige Dekarbonisierung bis 2040. In diesem Zusammenhang sollen künftig auch verstärkt Emissionsdaten auf Produktebene (Product Carbon Footprint, PCF) erfasst werden.

Erweiterte Transparenz in der Tier-N-Lieferkette

Künftig werden die Daten der Lieferkettenanalysen mittels IT-Integration direkt dem Einkauf zur Verfügung gestellt – für ein noch gezielteres und effizienteres Risikomanagement in der Beschaffung.

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