Heidelberg Materials
vereinheitlicht und skaliert nachhaltiges Lieferkettenmanagement

Im Rahmen der Responsible Procurement Initiative nutzt das Unternehmen die IntegrityNext-Plattform, um den konzernweiten Due-Diligence-Prozess effizienter zu gestalten, die Transparenz zu steigern und die Dekarbonisierung gezielt voranzutreiben.

 

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Branche Baustoffe


Hauptgeschäftsbereiche Zement, Zuschlagstoffe, Transportbeton, Asphalt, Spezialbaustoffe, digitale Baulösungen


Jahresumsatz 21,2 Milliarden Euro (2024)


Belegschaft Ca. 51.000 (2024)


Unternehmenssitz Heidelberg, Deutschland


Gesamtzahl der Lieferanten Ca. 130.000 Tier-1-Lieferanten, mehr als 6 Millionen Tier-2-Lieferanten (Schätzung)


Jährliches Beschaffungsvolumen 14 Milliarden Euro (2024)

80%

Rücklaufquote für Selbstauskünfte

64%

kritischer Lieferantenausgaben durch grüne IntegrityNext-Bewertung abgedeckt (Ziel für 2030: 80%)

>100

Beschäftigte nutzen aktiv die IntegrityNext-Plattform, viele weitere arbeiten über die SAP Ariba-Integration und interne Berichte mit den Daten

Mit IntegrityNext konnten wir unseren zuvor dezentralen Due-Diligence-Ansatz für die Lieferkette vereinheitlichen. So schaffen wir konzernweite Transparenz, stärken die Handlungsmöglichkeiten unserer Teams und erleichtern die Arbeitsabläufe für alle Beteiligten im Unternehmen sowie unsere Lieferanten.

Christian Günther
Head of Procurement Performance & Sustainability, Heidelberg Materials

Wie Heidelberg Materials unsere Plattform nutzt

  • Zentrale Anwendungsbereiche
    • Lieferketten-Sorgfaltspflicht durch Selbstauskünfte der Lieferanten
    • Risikominderung durch das Action & Collaboration Tool
    • Zertifikatsprüfung
    • SAP Ariba-Integration über Extended API
  • Gesamtzahl geprüfter Lieferanten >2.400
  • Lieferanten mit angeforderten Selbstauskünften >2.400
  • Rücklaufquote der Selbstauskünfte 80%

Von uns unterstützte Unternehmensziele

Risikomanagement in der Lieferkette

Aufbau eines einheitlichen Ansatzes zur Bewertung von Lieferantenrisiken und zum Management von Lieferantendaten über die globale Prozesslandschaft des Unternehmens hinweg.

Nachhaltige Beschaffung

Bis 2030 sollen 80% der Ausgaben für kritische Lieferanten durch eine grüne IntegrityNext-Bewertung abgedeckt sein – als Indikator für umfassende Nachhaltigkeitstransparenz bei gleichzeitig niedriger Risikoeinstufung.

Gesetzeskonformität

Sicherstellung der fortlaufenden Einhaltung des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG).

Dekarbonisierung der Lieferkette

Erreichen von Net-Zero-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette bis 2050. Bis 2030 Senkung der Scope-3-Emissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen – insbesondere Klinker und Zement – um 25%. Alle Zielvorgaben sind durch die Science Based Targets initiative (SBTi) validiert.

Unternehmenskontext

Heidelberg Materials ist ein weltweit führendes Baustoffunternehmen mit Hauptsitz in Deutschland. Mit rund 3.000 Standorten in 50 Ländern und einer überwiegend lokalen Lieferantenbasis von über 130.000 Tier-1-Geschäftspartnern bewegt sich das Unternehmen in einem hochdynamischen und heterogenen Risikoumfeld.

Heidelberg Materials hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 Net-Zero-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen – ein anspruchsvolles Vorhaben in Zementindustrie. Darüber hinaus verfolgt das Unternehmen den Ausbau seines Portfolios nachhaltiger Produkte, die Förderung der Kreislaufwirtschaft und die Umsetzung strenger Nachhaltigkeitsstandards.

Das Erreichen dieser ambitionierten Ziele bei gleichzeitiger Einhaltung sich wandelnder regulatorischer Anforderungen erfordert eine wirksame Steuerung über die komplexe Lieferkette und Konzernstruktur hinweg. Bisher erschwerten stark lokal getriebene Risikomanagementansätze konsistente und transparente Einblicke in die Nachhaltigkeitsleistung der vorgelagerten Lieferanten.

Um dem entgegenzuwirken, suchte Heidelberg Materials nach einer Lösung zur Harmonisierung dezentraler Risikobewertungsprozesse. Dabei sollten zugleich der Aufwand für Lieferanten möglichst geringgehalten, interne Risikoanalysen effizienter gestaltet und rechtssichere, kontinuierlich aktualisierte Fragebögen für Selbstauskünfte bereitgestellt werden.

Heidelberg Materials hat sich für IntegrityNext entschieden, da die Plattform eine effiziente Skalierung der Lieferanten-Due-Diligence ermöglicht und verlässliche Daten für fundierte Entscheidungen liefert.

Zentrale Vorteile der Plattform:

  • Keine Gebühren für Lieferanten bei der Nutzung der Plattform
  • Schneller Einstieg und benutzerfreundliche Oberfläche
  • Einfache, standardisierte und gesetzeskonforme Lieferantenfragebögen
  • Netzwerkstruktur zur Nutzung der Lieferantenprofile durch mehrere Kunden
  • Skalierbarkeit zur Unterstützung wachsender Lieferanten- und Nutzerzahlen
  • Nahtlose Integration in das SAP-Ariba-Lieferkettenmanagementsystem

Mit dem weiteren Ausbau unserer Nachhaltigkeitsinitiativen wurde uns klar, dass wir eine Lösung benötigen, die mit uns wächst – über Ländergrenzen, Unternehmensbereiche und ein globales Lieferantennetzwerk hinweg. IntegrityNext hilft uns, diese Komplexität zu bewältigen – mit einer intuitiven Plattform, die sich nahtlos in unsere bestehende digitale Infrastruktur einfügt und unsere Lieferanten nicht überfordert.

Projektbeschreibung

Hauptakteure

Heidelberg Materials verfolgt einen weltweit einheitlichen Ansatz zur Erfüllung seiner Sorgfaltspflichten in der Lieferkette. Ein bereichsübergreifendes Team am Hauptsitz des Unternehmens definiert und koordiniert den Bewertungsprozess, welcher konzernweit an allen Standorten implementiert wurde.
 
Involvierte Abteilungen:
  • Beschaffung: Sobald die Einbindung von Lieferanten für Nachhaltigkeits- oder Compliance-Zwecke erforderlich ist – beispielsweise im Rahmen des Onboardings oder der Datenerhebung – übernimmt das Einkaufsteam die Führungsrolle, sei es auf Gruppen- oder lokaler Ebene. Das zentrale Einkaufsteam auf Gruppenebene verantwortet übergeordnete Prozesse wie die Priorisierung von Lieferanten, führt Schulungen durch und verankert das Thema Nachhaltigkeit im Rahmen der Responsible Procurement Initiative fest in den Einkaufsprozessen, um die vollständige Einhaltung regulatorischer Anforderungen sicherzustellen. Die lokalen Teams setzen die Vorgaben um und stehen in direktem Kontakt mit den Lieferanten.
  • Compliance, Arbeitssicherheit und ESG: Die Teams für Compliance, Arbeitssicherheit und ESG sind für konzernweite Aktivitäten in den Bereichen Nachhaltigkeit, Regulierung und Berichterstattung verantwortlich. Sie sind insbesondere in Maßnahmen zur Risikominimierung eingebunden – vor allem, wenn rechtliche Verpflichtungen bestehen oder spezifische Risiken identifiziert wurden.

Umsetzung

Die Implementierungsphase der IntegrityNext-Plattform – einschließlich Einkäuferschulungen, Aufbereitung von Lieferantenlisten, Sammlung von Lieferantenkontaktdaten und der erste Versand von Einladungen – wurde innerhalb von rund drei Monaten abgeschlossen.

Heidelberg Materials führt derzeit eine unternehmensinterne Länder- und Branchenrisikoanalyse durch, um kritische, risikobehaftete Lieferanten zu identifizieren, die anschließend einer vertieften Analyse auf der IntegrityNext-Plattform unterzogen werden. Jährlich werden über 2.400 Lieferanten aufgefordert, vier IntegrityNext-Fragebögen zu den Themen Umweltschutz, Menschen- und Arbeitsrechte, Arbeitssicherheit sowie Verantwortung in der Lieferkette auszufüllen. Außerdem werden diese Lieferanten auf ihren CO₂-Fußabdruck hin geprüft. Auf diesem Weg wird auch ermittelt, ob sie durch die Science Based Targets Initiative (SBTi) validierte Klimaziele verfolgen oder andere vergleichbare Rahmenwerke einhalten.

Zur Steigerung der Antwortqualität nimmt Heidelberg Materials den Validierungsservice von IntegrityNext in Anspruch. Hochgeladene Zertifikate – etwa ISO 14001, SA8000 oder ISO 45001 – werden dabei auf ihre Richtigkeit geprüft. Bei Unstimmigkeiten werden die Lieferanten umgehend zur Klärung kontaktiert.

Bei konkreten Risiken, beispielsweise bei fehlenden internen Richtlinien, nutzt Heidelberg Materials das Action & Collaboration Tool der Plattform, um alle erforderlichen Maßnahmen zur Risikominimierung zentral zu dokumentieren und zu überwachen.

Darüber hinaus wurden Pilotprojekte zur Erhebung produktspezifischer Emissionsdaten (PCF) und Bewertung der Cybersicherheitspraktiken ausgewählter Lieferanten initiiert.

Zentrale Ergebnisse

Standardisierung konzernweiter Risikobewertungen

Mithilfe der IntegrityNext-Plattform wurde über alle Standorte des Unternehmens hinweg ein einheitlicher Ansatz zur Bewertung von Lieferantenrisiken etabliert. Die Daten sind in SAP Ariba eingebettet und für alle Beschaffungsteams – sowohl auf Gruppen- als auch auf globaler Ebene – zugänglich. Dies gewährleistet eine deutlich verbesserte Transparenz in der Lieferkette und Prozesskonsistenz.

Erkenntnisse zu kritischen Lieferanten

Durch den standardisierten Risikobewertungsprozess hat Heidelberg Materials weitere wichtige Einblicke in die Geschäftspraktiken der Lieferanten in Bereichen wie Menschen- und Arbeitsrechte, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und CO₂-Emissionen gewonnen. Automatisierte Erinnerungen und manuelle Nachverfolgungen haben bei den Selbstauskünften zu einer Rücklaufquote von 80% geführt.

Nahtlose Systemintegration

Mehr als 100 Beschäftigte – überwiegend aus dem Einkauf, mit weiteren Nutzern aus den Bereichen ESG und Compliance – greifen regelmäßig auf die IntegrityNext-Plattform zu. Lieferantenrisiken und Leistungsdaten sind über die Extended API direkt in das SAP-Ariba-Lieferketten-managementsystem integriert. Einzelne Komponenten unterstützen zudem die gruppenweite Berichterstattung.

Effiziente Einhaltung gesetzlicher Vorgaben

Mit der IntegrityNext-Plattform erfüllt Heidelberg Materials die Anforderungen des deutschen Lieferkettengesetzes (LkSG) sowie weiterer regulatorischer Vorgaben, ohne auf manuelle Prozesse angewiesen zu sein. Die Netzwerkstruktur der Plattform ermöglicht es Lieferanten, ihre Profile mit mehreren Kunden zu teilen und so wertvolle Ressourcen zu sparen.

Verbesserte Supply Chain ESG-Ratings

Die Nachhaltigkeitsinitiativen, -berichte und -leistungen des Unternehmens werden regelmäßig von unabhängigen Drittparteien bewertet. Der durch IntegrityNext harmonisierte Risikobewertungs- und Due-Diligence-Prozess hat zu verbesserten Bewertungen der Supply-Chain-Aktivitäten von Heidelberg Materials in verschiedenen international anerkannten Nachhaltigkeitsratings beigetragen.

Ausblick

Heidelberg Materials verfolgt bei der weiteren Verankerung von Nachhaltigkeit in der Lieferkette folgende strategische Prioritäten:

Stärkung der Lieferkettentransparenz

Heidelberg Materials setzt auf einen dreistufigen Ansatz, um die Einblicke in die Lieferkette weiter zu optimieren: Zunächst sollen die Auswahlkriterien für kritische Tier-1-Lieferanten mit hohem Risiko, die Selbstauskünfte erteilen müssen, erweitert werden. So soll die Zahl der untersuchten Geschäftspartner vergrößert werden. Des Weiteren strebt das Unternehmen eine weitere Steigerung der Rücklaufquote an. Zusätzlich ist es geplant, die Tier-n-Lieferkette abzubilden, um umfassendere Erkenntnisse über die gesamte Lieferantenbasis zu gewinnen und Nachhaltigkeitsrisiken auch auf den niedrigeren Stufen zu identifizieren.

Vorantreiben der Dekarbonisierung

Die Dekarbonisierung entlang der Wertschöpfungskette ist für Heidelberg Materials eine langfristige Priorität, insbesondere im Hinblick auf Zement- und Klinkerlieferanten. Die Erfassung produktspezifischer Emissionsdaten (PCF) soll deshalb ausgebaut und die Analysen von IntegrityNext mit externen Informationen kombiniert werden.

Erfüllung regulatorischer Rahmenbedingungen

Mit der wachsenden Bedeutung von Cybersicherheit müssen Unternehmen neue gesetzliche Anforderungen wie die EU-Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit (NIS2) sowie den Cyber Resilience Act (CRA) berücksichtigen. Heidelberg Materials bereitet sich zudem proaktiv auf die EU-Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) vor und entwickelt gemeinsam mit IntegrityNext eine digitale Lösung, die vollständige Compliance sicherstellt. Weitere zentrale gesetzgeberische Initiativen, die die Agenda des Unternehmens prägen, sind der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) sowie die Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) der EU.

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