HENSOLDT
verankert Nachhaltigkeitsrisiken in der Steuerung der Lieferkette

Mit IntegrityNext integriert HENSOLDT fundierte Nachhaltigkeitsdaten in ein skalierbares, digitales Risikomanagement mit hoher Lieferanten- und Spend-Abdeckung, messbaren Effizienzgewinnen und nahtloser Einbindung in operative Prozesse.

 

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Branche Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie


Hauptgeschäftsbereiche Sensorlösungen, Elektronik- und Informationssysteme, Cybersicherheit


Jahresumsatz 2,2 Milliarden Euro (2024)


Belegschaft Ca. 9.000 (2024)


Unternehmenssitz Taufkirchen bei München, Deutschland

>99%

der relevanten Beschaffungsausgaben durch IntegrityNext-Bewertungen abgedeckt

>85%

Rücklaufquote bei Selbstauskünften der Lieferanten

200

Mitarbeiter verwenden IntegrityNext-Daten zur Risikosteuerung – dank integrierter Systeme

12 Monate

bis zum Break Even für IntegrityNext-Nutzung (ROI) – inklusive Kosten interner Datenbankentwicklung

Für uns war entscheidend, Nachhaltigkeitsrisiken nicht isoliert zu betrachten, sondern sie fest in die konzernweite Steuerung der Lieferkette zu integrieren. IntegrityNext ermöglicht uns ein kontinuierliches Monitoring und liefert fundierte Daten, die wir systematisch in bestehende Prozesse einbinden.

Friederike Tetzlaff
Supplier Performance & Risk Managerin, HENSOLDT

Wie HENSOLDT unsere Plattform nutzt

  • Zentrale Anwendungsbereiche
    • Due Diligence in der Lieferkette für systematisches Risikomonitoring

    • IT-Anbindung über Extended API zur automatisierten Integration von Risikodaten in bestehende Systeme und Prozesse

    • Versand des Supplier Code of Conduct

  • Gesamtzahl geprüfter Lieferanten Mehrere Tausend
  • Rücklaufquote der Selbstauskünfte >85%

Von IntegrityNext unterstützte Unternehmensziele

Digitalisierung des Due-Diligence-Prozesses

Automatisierte und standardisierte Lieferantenqualifizierung für mehr Transparenz und Reduzierung des manuellen Aufwands.

Risikobasiertes Lieferketten-Monitoring

Kontinuierliche Überwachung der Lieferanten und Verankerung von Nachhaltigkeitsrisiken in ganzheitlichem Risikomanagementansatz.

Integration in interne Systeme

Einbindung der IntegrityNext-Daten in die konzernweite Systemlandschaft zur zentralen Dokumentation und Optimierung operativer Entscheidungsprozesse.  

Regulatorische Absicherung

Einhaltung aktueller und zukünftiger Anforderungen, zum Beispiel im Rahmen des deutschen Lieferkettengesetzes (LkSG).

Gezielte Unterstützung der Lieferanten

Skalierbare Lieferantenkommunikation, vereinfachte Prozesse und fortlaufende Weiterentwicklung.

Unternehmenskontext

HENSOLDT ist ein führendes Unternehmen der europäischen Verteidigungsindustrie mit globaler Reichweite. Es hat seinen Sitz in Taufkirchen bei München und entwickelt Sensorlösungen für Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen. HENSOLDT arbeitet mit zahlreichen, überwiegend europäischen Lieferanten zusammen und unterliegt hohen Anforderungen an Transparenz sowie ein umfassendes Risikomanagement entlang der Lieferkette.
 
Vor Beginn der Zusammenarbeit mit IntegrityNext waren die Due-Diligence-Aktivitäten des Unternehmens durch manuelle Schritte, voneinander isolierte Prozesse und eine dezentrale Dokumentation geprägt.
 
Für den Aufbau eines integrierten, ganzheitlichen Risikomanagements suchte HENSOLDT nach einer Lösung, die folgende Prioritäten unterstützt:
 
  • Digitalisierung und Harmonisierung von Lieferantenauskünften und -bewertungen
  • Anbindung an die bestehende IT-Landschaft zur zentralen Bereitstellung von Lieferanten- und Risikodaten
  • Steigerung der datenbasierten Transparenz zu Lieferkettenrisiken für unterschiedliche Fachbereiche und Geschäftseinheiten
  • Systematische Berücksichtigung von Nachhaltigkeits- und Risikoaspekten im Einkauf, einschließlich der kontinuierlichen Überwachung kritischer Nachrichten
  • Bereitstellung standardisierter, stets aktueller Fragenkataloge im Einklang mit internationalen Standards und regulatorischen Vorgaben
  • Lieferantenfreundliche Plattform mit kostenfreier Nutzung, Wiederverwendung vorhandener Informationen und umfassenden Unterstützungsangeboten
  • Persönliche Projektbetreuung mit regelmäßigem fachlichem Austausch
Auf dieser Basis entschied sich HENSOLDT für die Plattformlösung von IntegrityNext.

Projektbeschreibung

Hauptakteure

Das Projekt wurde bei HENSOLDT federführend von den zuständigen Fachbereichen in enger Zusammenarbeit mit der internen IT umgesetzt. Der Einkauf verantwortet die unternehmensweite Bewertung der Lieferanten-Performance sowie das Risikomanagement in den Einkaufsprozessen und wird dabei von der globalen Nachhaltigkeitsabteilung unterstützt.

Die IT übernahm die technische Integration in die bestehende Systemlandschaft sowie den Aufbau einer internen SQL-Datenbank, in der die über IntegrityNext erhobenen Nachhaltigkeitsdaten gemeinsam mit weiteren Kennzahlen – beispielsweise zu Finanzrisiken – gebündelt werden. IntegrityNext begleitete das Projekt mit fachlicher und methodischer Expertise und stellte die notwendige technische Unterstützung sicher.

Vertreter verschiedener HENSOLDT-Geschäftseinheiten haben direkten Zugriff auf die IntegrityNext-Plattform. Insgesamt nutzen rund 200 Mitarbeiter die über die interne SQL-Datenbank bereitgestellten IntegrityNext-Daten, nachdem diese eine von HENSOLDT eigens entwickelte Bewertungslogik durchlaufen haben.

Umsetzung

Die Einführung der IntegrityNext-Plattform erfolgte schrittweise basierend auf einer internen Lieferantensegmentierung. Insgesamt werden >99 % des relevanten Spends kontinuierlich überwacht. Da bereits zu Beginn der ersten Kampagne rund 25% der relevanten Lieferanten mit einem Nachhaltigkeitsprofil auf IntegrityNext vertreten waren, standen frühzeitig aussagekräftige Daten zur Verfügung. Umfassende belastbare Ergebnisse lagen bereits wenige Wochen nach Projektstart vor und bildeten die Grundlage für die weitere Skalierung.

HENSOLDT nutzt die Plattform primär für die Risikoanalyse, insbesondere durch automatisierte Länder- und Branchenrisikoanalysen, Selbstauskünfte der Lieferanten und die fortlaufende Überwachung kritischer Lieferantennachrichten.

Über IntegrityNext holt HENSOLDT zu insgesamt 16 Themenbereichen Informationen von seinen Lieferanten ein. Diese umfassen sowohl Nachhaltigkeitsfelder wie Umweltschutz, Menschen- und Arbeitsrechte, Arbeits- und Gesundheitsschutz als auch weitere risikorelevante Bereiche, darunter Qualitätsmanagement, Finanzkennzahlen, Cybersicherheit, Datenschutz und Geschäftskontinuität – abhängig vom jeweiligen Lieferantenprofil.

Die breite Themenabdeckung unterstreicht, dass HENSOLDT Nachhaltigkeitsaspekte als integralen Bestandteil eines ganzheitlichen Risikomanagements versteht. Der Versand des Supplier Code of Conduct erfolgt im Rahmen der Lieferantenqualifizierung ebenfalls über die IntegrityNext-Plattform.

IT-Integration

Ein zentraler Fokus des Projekts lag auf der IT-Anbindung der IntegrityNext-Plattform über eine Extended API, um Risikodaten konzernweit verfügbar und operativ nutzbar zu machen.
 
Die Ziele der IT-Integration waren wie folgt:
 
  • Automatisierung des Lieferanten-Monitorings durch die Konsolidierung relevanter Prozesse in einer zentralen Anwendung entlang des gesamten Lieferantenlebenszyklus
  • Aufbau einer „Single Source of Truth“, die alle relevanten Lieferanten- und Risikodaten gebündelt und fachbereichsübergreifend zugänglich macht
  • Sicherstellung der operativen Datennutzbarkeit für weiterführende Analysen, Scorings und unternehmensspezifische Bewertungen
HENSOLDT entwickelte hierfür eine eigene SQL-Datenbank, die als Analyse-Layer an IntegrityNext angebunden ist. In dieser Datenbank werden die von IntegrityNext bereitgestellten Informationen gemeinsam mit weiteren Risikoindikatoren, etwa Finanzkennzahlen, zusammengeführt. Auf Basis einer von HENSOLDT entwickelten Bewertungslogik werden daraus Risiko-Scores auf Lieferantenebene berechnet und anschließend in SAP Ariba Supplier Lifecycle & Risk Management überführt. Zu Projektbeginn stellte IntegrityNext eine Testumgebung bereit, in der HENSOLDT die IT-Anbindung sowie unterschiedliche Nutzungsszenarien frühzeitig validieren konnte.
 
Rund 200 Nutzer greifen heute über die interne Datenbank auf die Risikoeinschätzungen und die von Lieferanten hinterlegten Dokumente (z. B. ISO-Zertifikate) zu. Neben dem Einkauf arbeiten auch Fachbereiche wie Supplier Quality, Nachhaltigkeit, Cybersicherheit und Business Continuity mit den Daten. Auf Basis der integrierten Risikobewertungen und automatisierter Warnhinweise leiten die Teams gezielt Maßnahmen ein. Die Nutzer können beispielsweise Ergebnisse auf Lieferantenebene einsehen und direkt Selbstauskünfte anfordern.
 

Zentrale Ergebnisse

Stärkung der Lieferkettentransparenz

HENSOLDT überwacht mit IntegrityNext mehrere tausend Lieferanten. Die Selbstauskünfte umfassen 16 Risikofelder, darunter auch strategische Themen wie Geschäftskontinuität und Cybersicherheit. Die Abdeckung der relevanten Beschaffungsausgaben beträgt >99%, bei einer Rücklaufquote der Selbstauskünfte von >85% – für umfassende Risikoeinblicke in der Lieferkette.

Optimierung des Due-Diligence-Prozesses

Durch die skalierbare Erfassung von Lieferantenrisiken, die regelmäßige Aktualisierung der Fragebögen sowie die gezielte Unterstützung der Lieferanten durch IntegrityNext konnte HENSOLDT den manuellen Aufwand erheblich reduzieren. Zudem wurden Prozesse harmonisiert und zentralisiert, die Datenqualität verbessert und die Lieferantenqualifizierung optimiert.

Konzernweite IT-Integration und Risikosteuerung

Die Anbindung der IntegrityNext-Plattform an die Systemlandschaft von HENSOLDT ermöglicht ein automatisiertes, kontinuierliches Performance- und Risiko-Monitoring der Lieferanten. Rund 200 Mitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen nutzen die Daten für fundierte operative Entscheidungen und ein ganzheitliches Risikomanagement – ohne Systemwechsel.

Klarer ROI und Mehrwert der IntegrityNext-Lösung

Durch den stark automatisierten und digitalisierten Due-Diligence-Prozess mit IntegrityNext konnte HENSOLDT deutliche Effizienzgewinne erzielen. So haben sich die Kosten für die Nutzung der Plattform bereits nach 12 Monaten amortisiert – inklusive Berücksichtigung des internen IT-Aufwands für die Entwicklung der SQL-Datenbank als Schnittstelle zu IntegrityNext.

Effektive Einhaltung gesetzlicher Vorgaben

Mit dem Aufbau eines nachhaltigkeitsgestützten Risikomanagements und der Verankerung von Due Diligence-Prozessen in operative Abläufe erfüllt HENSOLDT die Anforderungen des deutschen Lieferkettengesetzes (LkSG). Gleichzeitig ist das Unternehmen gut auf künftige regulatorische Entwicklungen vorbereitet.

Ausblick

Mit IntegrityNext hat HENSOLDT eine Lösung implementiert, die Supply Chain Due Diligence, regulatorische Anforderungen und IT-Integration effektiv miteinander verbindet. Auf dieser Basis sollen die Prozesse nachhaltig weiterentwickelt werden.

Der Fokus liegt dabei vor allem auf folgenden Bereichen:

Vertiefung der Lieferkettentransparenz

Während derzeit vor allem direkte Lieferanten (Tier 1) betrachtet werden, sollen künftig auch tiefere Ebenen der Lieferkette einbezogen und entsprechende Risikodaten erhoben werden, um noch umfassendere Transparenz zu schaffen.

Ausbau des produktbezogenen Risikomanagements

Neben unternehmensbezogenen Risiken auf Lieferantenebene sollen auch produktspezifische Risikofaktoren stärker berücksichtigt werden.

Vorbereitung auf künftige Regulierungen

Gesetzliche Anforderungen wie die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) und die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) gewinnen in Zukunft an Bedeutung. Die weitere Optimierung der Due-Diligence-Prozesse spielt folglich eine zentrale Rolle, um kommende regulatorische Vorgaben effizient umzusetzen.

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