Branche Halbleiter
Hauptgeschäftsbereiche Automotive, Green Industrial Power, Power and Sensor Systems, Connected Secure Systems
Jahresumsatz 15 Milliarden Euro (2024)
Belegschaft 58.000 (2024)
Unternehmenssitz Neubiberg bei München, Deutschland
Gesamtzahl der Lieferanten Mehr als 10.000 (Tier 1)
100%
der aktiven Tier-1-Lieferanten auf Risiken überprüft
>95%
Rücklaufquote bei Selbstauskünften
Verdreifachung
der Lieferantenbewertungen innerhalb eines Jahres
Mit IntegrityNext haben wir die Nachhaltigkeitsbewertungen unserer Lieferanten deutlich optimiert und einen effizienten, standardisierten Prozess für die Erhebung relevanter Daten etabliert. So gelingt es uns, Nachhaltigkeit noch tiefer in der Halbleiterbranche zu verankern und einen stärkeren Impact zu erzielen.
Kathrin Krüger
Supplier Sustainability Expert, Procurement, Infineon Technologies AG
Wie Infineon unsere Plattform nutzt
- Zentrale Anwendungsbereiche Due Diligence in der Lieferkette, einschließlich Länder- und Branchenrisikoanalyse, Selbstauskünften und Überwachung kritischer Nachrichten
- Rücklaufquote der Selbstauskünfte Über 95%
Von uns unterstützte Unternehmensziele
Transparenz in der Lieferkette
Tiefere Einblicke in Nachhaltigkeitsleistung und -praktiken der Lieferanten.
Risikobasierte Beschaffung
Effektiveres Risikomanagement durch die gezielte Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsdaten.
Branchenweite Standardisierung
Verstärkte Erhebung von Lieferantendaten in der Halbleiterindustrie durch eine einzige Plattform.
Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
Umsetzung der Anforderungen des deutschen Lieferkettengesetzes (LkSG).
Lieferanteneinbindung und Sensibilisierung
Stärkung von Zusammenarbeit und Nachhaltigkeitsbewusstsein.
Unternehmenskontext
Infineon Technologies AG ist ein weltweit führender Hersteller von Halbleitern und setzt neue Maßstäbe in der Entwicklung nachhaltiger, effizienter Technologien. Das Unternehmen verfügt über ein umfangreiches und global verzweigtes Lieferantennetzwerk.
Um die Transparenz in der Lieferkette zu steigern und den Zugang zu Nachhaltigkeitsinformationen zu verbessern, suchte Infineon nach einer skalierbaren und effizienten Lösung für die Datenerhebung und -analyse. Gleichzeitig sollten gesetzliche Anforderungen wie das deutsche Lieferkettengesetz eingehalten werden. Die Lösung sollte zudem leicht implementierbar sein, für Lieferanten keine Kosten verursachen und ohne aufwändige, ressourcenintensive Prozesse auskommen. Die IntegrityNext-Plattform erfüllte alle diese Anforderungen.
Zu den zentralen Vorteilen der Plattform zählen die Netzwerkstruktur, die es Lieferanten ermöglicht, ihre Nachhaltigkeitsprofile mit mehreren Kunden zu teilen, die Skalierbarkeit zur Bewertung einer großen Anzahl von Lieferanten sowie ein engagierter Support, der Lieferanten bei der kontinuierlichen Verbesserung ihrer Leistung unterstützt.
Wir haben uns für IntegrityNext entschieden, weil wir eine skalierbare und effiziente Lösung gesucht haben, die nicht nur den Anforderungen des deutschen Lieferkettengesetzes (LkSG) gerecht wird, sondern auch die langfristige Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten stärkt.
Projektbeschreibung
Hauptakteure
Infineon verfolgt einen zweigleisigen Ansatz, um sicherzustellen, dass Lieferanten jeder Größe und strategischen Bedeutung in die Nachhaltigkeitsbemühungen des Unternehmens einbezogen werden.
Jedes Jahr lädt Infineon alle aktiven Tier-1-Lieferanten auf die IntegrityNext-Plattform hoch, wo zunächst eine erste automatisierte Risikoanalyse nach Land und Branche erfolgt. Die Lieferanten werden zudem kontinuierlich auf kritische Nachrichten hin überwacht. Bei einem erhöhten Risiko oder besonderer strategischer Relevanz sind Lieferanten dazu verpflichtet, standardisierte Fragebögen auszufüllen, die die Einhaltung von Sorgfaltspflichten in fünf zentralen Nachhaltigkeitsbereichen überprüfen.
Darüber hinaus arbeitet Infineon mit der Responsible Business Alliance (RBA) zusammen – einer gemeinnützigen Organisation für Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten, insbesondere in der Halbleiterindustrie. Mithilfe der RBA-Tools bewertet Infineon die Nachhaltigkeitsstandards seiner großen, strategischen Lieferanten. Erkenntnisse aus RBA-Selbstauskünften und -Audits fließen in die Risikoanalyse von IntegrityNext ein und ermöglichen so umfassende Einblicke in die Leistung der Lieferanten. Die RBA Academy stellt zudem Ressourcen zum Kompetenzaufbau bereit, um Lieferanten bei Schwachstellen und der Verbesserung ihrer Nachhaltigkeitspraktiken zu unterstützen.
Die Einkaufsabteilung – vor allem ein spezialisiertes Team mit Fokus auf Nachhaltigkeit – sowie Lieferkettenexperten der zentralen Nachhaltigkeitsabteilung tragen die Hauptverantwortung für das Thema Nachhaltigkeit in der Lieferkette. Infineon investiert gezielt in den Aufbau interner Kompetenzen, insbesondere bei lokalen Einkäufern und Warengruppenmanagern, die im direkten Austausch mit den Lieferanten stehen. Die Teams werden zu den über IntegrityNext und die RBA bewerteten Nachhaltigkeitsanforderungen geschult. Durch die systematische Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien in Geschäftstransaktionen und Verhandlungen mit Lieferanten treibt Infineon aktiv Verbesserungen entlang seiner Lieferkette voran.
Umsetzung
Infineon hat die IntegrityNext-Plattform in seine Einkaufsprozesse und Systemlandschaft integriert und damit zu einem festen Bestandteil des Risikomanagements in der Lieferkette gemacht. Über die Extended API von IntegrityNext werden Lieferantendaten in eine interne SQL-Datenbank übertragen. Einkaufs- und Nachhaltigkeitsteams können die Leistung der Lieferanten in einem vereinfachten Tableau-Dashboard verfolgen und analysieren – ohne direkten Zugriff auf die Oberfläche von IntegrityNext zu benötigen. Das Dashboard kombiniert die Daten von IntegrityNext mit weiteren Einkaufskennzahlen, automatisiert Aufgaben wie Email-Erinnerungen und ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung in Echtzeit.
Die Einführung der Plattform war ein gemeinsames Projekt der Einkaufs- und IT-Abteilung von Infineon in enger Zusammenarbeit mit dem IntegrityNext-Team. Die Implementierung dauerte etwa drei Monate und erforderte nur minimalen Aufwand – so war die Lösung ohne langwierige Anlaufphase schnell einsatzbereit.
Zentrale Ergebnisse
Skalierung der Nachhaltigkeitsanalyse
Durch den Einsatz der IntegrityNext-Plattform konnte Infineon die Anzahl der Lieferantenbewertungen innerhalb nur eines Jahres verdreifachen. Auch dank einer Rücklaufquote von über 95% für die Selbstauskünfte konnten umfassende Erkenntnisse zu Risikofaktoren gewonnen werden.
Zeitersparnis
Nahtlose Datenintegration
Die Daten und Analysen von IntegrityNext sind vollständig in das SQL-basierte Dashboard von Infineon integriert. So erhält das Einkaufsteam schnellen, zentralen Zugriff auf entscheidungsrelevante Nachhaltigkeitsinformationen.
Verstärkte Einbindung der Lieferanten
Der Wechsel von einmaligen Compliance-Prüfungen hin zu einem kontinuierlichen Dialog über die IntegrityNext-Plattform hat die Verfügbarkeit relevanter Nachhaltigkeitsdaten verbessert und das Bewusstsein der Lieferanten für die Erwartungen von Infineon gestärkt.
Transparenz und Compliance
Mithilfe der IntegrityNext-Plattform konnte Infineon mit minimalem Aufwand die Transparenz in seiner Lieferkette erhöhen – unter Einbeziehung aller aktiven Tier-1-Lieferanten und bei Einhaltung der Anforderungen des deutschen Lieferkettengesetzes (LkSG).
Die hohe Rücklaufquote der Selbstauskünfte von über 95% wurde durch eine Reihe gezielter Maßnahmen erreicht:
- Nahtlose Integration der Risikoanalyse in das Lieferanten-Onboarding sowie die jährliche strategische Bewertung der Lieferanten.
- Laufende interne Kommunikation zum Fortschritt der Lieferantenrückmeldungen mit klar definierten Verantwortlichkeiten.
- Umfassender Dialog mit den Lieferanten, darunter E-Mail-Erinnerungen, Support-Angebote sowie individuelle Nachverfolgung durch die zuständigen Einkäufer.
- Automatisierte Erinnerungen und fachliche Unterstützung durch IntegrityNext.
- Schlanke, standardisierte Fragebögen für Lieferanten, die deutlich weniger Zeitaufwand erfordern als vergleichbare Lösungen auf dem Markt.
- Einbindung bestehender RBA-Risikodaten, einschließlich bereits vorhandener Selbstauskünfte.
- Direkter Zugang zu vorliegenden Nachhaltigkeitsinformationen bereits registrierter Lieferanten für alle Nutzer der IntegrityNext-Plattform.
Durch die nahtlose Integration von IntegrityNext in bestehende Beschaffungssysteme können wir unsere Nachhaltigkeitsdaten zentral erfassen und umgehend auf neue Erkenntnisse reagieren. Die Plattform ist so zu einem Grundpfeiler unserer Bemühungen um mehr Transparenz in der Lieferkette geworden.
Ausblick
Mit Blick auf die Zukunft plant Infineon, die IntegrityNext-Plattform weiter für die Überwachung der langfristigen Nachhaltigkeitsleistung und die Risikominderung zu nutzen. Durch weitere Investitionen in den Aufbau der Kompetenzen seiner Lieferanten und die gezielte Nutzung der Plattformfunktionen bekräftigt das Unternehmen sein Engagement für mehr Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette.
Darüber hinaus verfolgt Infineon das Ziel, die IntegrityNext-Plattform als branchenweiten Standard in der Halbleiterindustrie zu etablieren – in enger Anbindung an die Responsible Business Alliance (RBA), den führenden Branchenzusammenschluss für verantwortungsvolle Lieferketten. Durch diese Ausrichtung können sowohl Konkurrenten als auch Lieferanten von Synergien profitieren, die Transparenz steigern und dank der Netzwerkstruktur der IntegrityNext-Plattform die größtmögliche Nachhaltigkeitswirkung erzielen.
Dieses Vorgehen gewinnt zusehends an strategischer Bedeutung, da Infineon seine Bemühungen zur Verbesserung der Transparenz in der tieferen Lieferkette intensiviert – ein entscheidender Schritt zur Vorbereitung auf zunehmende regulatorische Anforderungen wie beispielsweise der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) der EU. Das Unternehmen hat bereits ein internes Pilotprojekt durchgeführt, um vorhandenes Wissen innerhalb der Einkaufsorganisation zu nutzen und die Struktur sowie die regionale Verteilung seiner Tier-N-Lieferanten zu erfassen.
Die gewonnenen Erkenntnisse bestätigen, dass eine verbesserte Transparenz in der Lieferkette in den kommenden Jahren ein zentraler Erfolgsfaktor sein wird – nicht nur, um regulatorische Vorgaben zu erfüllen, sondern auch, um zuverlässigere und widerstandsfähigere Lieferketten aufzubauen.
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