ORAFOL
treibt Digitalisierung des nachhaltigen Einkaufs voran

Mit IntegrityNext verankert ORAFOL Nachhaltigkeit und Compliance als zentrale Standbeine des Lieferantenmanagements.

 

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Branche Kunststoffherstellung und -veredelung


Hauptgeschäftsbereiche Selbstklebende grafische Produkte, retroreflektierende Materialien, Klebebandsysteme und Polymerfolien


Jahresumsatz 883 Millionen Euro (2024)


Belegschaft 3.000 (2024)


Unternehmenssitz Oranienburg, Deutschland


Gesamtzahl der Lieferanten Mehr als 2.000 Tier-1-Lieferanten

>2.000

Lieferanten auf Nachhaltigkeitsaspekte untersucht

100%

der kritischen Rohstofflieferanten eingehend auf Risiken geprüft

Dank der Integration von IntegrityNext in unsere Systemlandschaft können wir Nachhaltigkeit strategisch in unser Lieferantenmanagement einbinden und regulatorische Anforderungen effizient erfüllen. Die Digitalisierung im Einkauf ermöglicht es uns, Risiken frühzeitig zu identifizieren und gezielt Maßnahmen zur Risikominderung zu ergreifen.

Daniel Gulotta
Strategischer Einkaufsmanager, ORAFOL Europe GmbH

Wie ORAFOL unsere Plattform nutzt

  • Zentrale Anwendungsbereiche
    • Due Diligence in der Lieferkette

    • Einhaltung des deutschen Lieferkettengesetzes (LkSG)

    • Vorbereitung auf die europäische Lieferkettenrichtlinie (CSDDD)

  • Gesamtzahl geprüfter Lieferanten Über 2.000 Tier-1-Lieferanten
  • Lieferanten mit angeforderten Selbstauskünften Ca. 400 Tier-1-Lieferanten

Von uns unterstützte Unternehmensziele

Digitalisierung des Lieferantenmanagements

Verankerung von Nachhaltigkeitsprozessen in der zentralen Systemlandschaft – für ein ganzheitliches Risikomanagement.

Kontinuierliche Risikoanalyse

Fortlaufende und proaktive Analyse kritischer Nachhaltigkeitsrisiken, auch für neue Lieferanten im Rahmen des Onboardings.

Einhaltung des Lieferkettengesetzes (LkSG)

Effiziente und rechtskonforme Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen.

Steigerung der Lieferkettentransparenz

Sicherstellung neuer Erkenntnisse zu Geschäftspraktiken der Lieferanten und abteilungsübergreifende Datenbereitstellung.

Unternehmenskontext

Die ORAFOL Europe GmbH ist ein mittelständisches Hochtechnologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland und weltweit 31 Standorten. Es ist international tätig und Weltmarktführer in der Kunststoffherstellung und -veredelung. Hierfür ist das Unternehmen auf eine große Bandbreite an globalen Rohstoffen, Materialien und Vorprodukten angewiesen, der Großteil der Lieferantenbasis ist in Europa angesiedelt.

Wie auch viele andere Unternehmen stellen gesetzliche Vorgaben wie das deutsche Lieferkettengesetz (LkSG) und die europäische Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) ORAFOL vor neue Herausforderungen im Lieferantenmanagement. Das Unternehmen entschied sich dazu, das LkSG als Chance zu ergreifen, um die Nachhaltigkeit und Digitalisierung des Lieferantenmanagements gleichermaßen voranzutreiben.

Aus diesem Grund erfolgte die Umstellung von vorwiegend manuellen Prozessen auf eine vernetzte SaaS-Systemlandschaft (Software as a Service). Dieser Ansatz ermöglicht ORAFOL einen 360°-Blick auf seine Lieferanten und schafft damit nicht nur die Voraussetzungen für eine effiziente Einhaltung des LkSG, sondern auch anderer Nachhaltigkeitsregulierungen.

Eine SaaS-Lösung sollte zudem dafür sorgen, dass die Risikoanalyse im Rahmen des LkSG digital durchgeführt, die Transparenz der Lieferkette weiter gesteigert und ein möglichst ganzheitliches Risikomanagement etabliert wird.

ORAFOL entschied sich aus folgenden Gründen für IntegrityNext:

  • Einfache Integration der Daten in die ORAFOL-Systemlandschaft via API-Schnittstelle
  • Standardisierte, mehrsprachige und nachweislich LkSG-konforme Fragebögen mit flexibel ergänzbaren Themenbereichen
  • Kostenfreie Nutzung der Plattform für Lieferanten
  • Umfassender Kunden- und Lieferanten-Support
  • Hoher Automatisierungsgrad der Plattform
  • Individualisierbare Analyse der Lieferantenbewertungen, z.B. auf Standortebene

 

Abbildung: ORAFOLs vernetzte Systemlandschaft

Die Umsetzung des LkSG war für uns die ideale Gelegenheit, Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Einkauf gemeinsam zu denken und voranzutreiben. Durch den hohen Automatisierungsgrad der IntegrityNext-Lösung können wir Zeit und Ressourcen sparen und gleichzeitig die Transparenz in unserer Lieferkette verbessern. Davon profitieren auch die anderen Abteilungen.

Projektbeschreibung

Hauptakteure

Der Strategische Einkauf verantwortet das gesamte Lieferantenmanagement, die Beschaffung sowie die Umsetzung von Regulierungen wie LkSG, CSDDD, Entwaldungsverordnung (EUDR), CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM), EU-Verpackungsverordnung (PPWR) und Vorgaben zu Scope-3-Emissionen. In diesem Sinne ist auch das Risikomanagement im Strategischen Einkauf angesiedelt.

Bei Nachhaltigkeitsfragen werden je nach Themenbezug weitere Abteilungen hinzugezogen. Eine wichtige Rolle können vor allem Compliance, Finanzen, Forschung und Entwicklung, Produktion, Qualitätsmanagement, Vertrieb und die Nachhaltigkeitsabteilung spielen.  

Um die Digitalisierung im Einkauf voranzutreiben und auch die Umsetzung des LkSG in diesen Prozess einzubetten, hat sich ORAFOL Unterstützung von der Einkaufsberatung targetP geholt. Sie unterstützt das Unternehmen beim Aufbau eines 360°-Procurement-Systems, das auch die Nachhaltigkeitssäule umfasst.

Umsetzung

targetP hat die Projektumsetzung mit IntegrityNext von Beginn an begleitet. Dabei standen anfänglich die Konsolidierung der Lieferantenstammdaten aus unterschiedlichen ERP-Systemen sowie die korrekte Zuweisung der NACE-Codes im Vordergrund, um eine zielgerichtete Länder- und Branchenrisikoanalyse zu gewährleisten.
 
Von Hochrisikolieferanten werden mittels eines automatisierten Prozesses Selbstauskünfte zu den für das LkSG relevanten Nachhaltigkeitsthemen eingeholt, d.h. für den Umgang mit Menschen- und Arbeitsrechten, Umweltschutz, Korruption, Arbeitssicherheit und Verantwortung in der Lieferkette. Darüber hinaus spielt das Thema Produkt-Compliance eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund fordert ORAFOL von seinen Lieferanten umfassende Informationen zu Inhaltsstoffen, Konfliktmineralien und Chemikalien ein, vor allem im Hinblick auf das Minamata-Übereinkommen (Quecksilber), die Stockholm-Konvention (persistente organische Schadstoffe), REACH und RoHS.
 
Über eine API-Schnittstelle werden die IntegrityNext-Ergebnisse der Analysen in das 360°-Lieferantenmanagementsystem „Procurence Meercat“ übertragen (siehe Abbildung). Dort lassen sich die Risikoeinschätzungen für einzelne Lieferanten betrachten und individuell auf Länder-, Branchen- oder Themenebene herunterbrechen.
 
Anschließend werden die Nachhaltigkeitsdaten mit weiteren zentralen Informationen, etwa Finanzkennzahlen, als Teil eines ganzheitlichen Risikomanagements zusammengeführt.
 
Neue Lieferanten werden im Rahmen des Onboardings über die IntegrityNext-Plattform geprüft – unter anderem in den Bereichen Umweltschutz, Menschen- und Arbeitsrechte sowie durch die Akzeptanz des ORAFOL Code of Conduct oder den Nachweis eines vergleichbaren eigenen Verhaltenskodex. Zudem erfolgt eine automatisierte Länder- und Branchenrisikoanalyse. Auf diese Weise lassen sich relevante Risiken frühzeitig erkennen und gezielt beim Vertragsabschluss adressieren, etwa bei vorherrschenden Korruptionsrisiken im Bezugsland.

Zentrale Ergebnisse

Automatisierte ESG-Risikoanalyse

Alle Tier-1-Lieferanten wurden einer allgemeinen Risikobewertung, die kritischen Rohstofflieferanten einer detaillierten Risikoanalyse unterzogen. Auch neue Geschäftspartner werden fortlaufend und proaktiv geprüft – für eine frühzeitige Risikoerkennung.

Integration in Systemlandschaft

Die ESG-Risikoanalyse ist vollständig in das Lieferantenmanagement von ORAFOL integriert und bereichsübergreifend verknüpft – für ein ganzheitliches Risikomanagement. Bewertungen sind je Lieferant auf Länder-, Branchen- und Themenebene einsehbar.

Einsparung von Ressourcen

Durch die Automatisierung von Prozessen wie die Risikoanalyse, das Einholen von Selbstauskünften und das Lieferanten-Onboarding bei gleichzeitiger Datenzugänglichkeit für andere Abteilungen konnten wichtige Effizienzgewinne erzielt werden.

Stärkere Verankerung von Nachhaltigkeit

Durch die digitalisierte Umsetzung der LkSG-Anforderungen und Integration in das 360°-Lieferantenmanagementsystem konnte Nachhaltigkeit noch stärker als strategische Priorität verankert werden.

Ausblick

In den kommenden Jahren setzt ORAFOL folgende Schwerpunkte:

Nachhaltigkeitsregulierung

Neben der europäischen Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) rücken weitere gesetzliche Vorgaben verstärkt in den Fokus des Unternehmens. Dazu zählen insbesondere die Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD), die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) und der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) der EU.

Prioritäten im Nachhaltigkeitsmanagement

Das Unternehmen hat seine Strategie neu ausgerichtet – sowohl auf Konzernebene als auch innerhalb der einzelnen Abteilungen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Dekarbonisierung entlang der Wertschöpfungskette, eine erhöhte Ressourcen- und Rohstoffeffizienz, langfristige Partnerschaften mit Lieferanten, die Auswahl nachhaltig produzierender Zulieferer sowie die Sicherstellung hoher Sozial- und Umweltstandards.

Lieferkettentransparenz

Einblicke entlang der gesamten Lieferkette gewinnen zunehmend an Bedeutung. Künftig sollen unmittelbare Lieferanten stärker eingebunden werden, um Nachhaltigkeitsstandards auch auf tiefergelegenen Stufen zu etablieren.

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